Gewissen - trust

Wenig, etwas nichts „Hallo schlechtes Gewissen“

Heute ist Sonntag, ich fahre mal wieder in der Weltgeschichte herum und erlebe die tollsten Dinge, eigentlich müsste es mir hervorragend gehen oder? Wenn da nicht mein schlechtes Gewissen gegenüber von mir priorisierter Aufgaben wäre. Verpflichtungen wie Master Arbeit schreiben, noch mehr an meinen Zukunftsträumen arbeiten, Putzen und mich um meine Social-Media-Kanäle kümmern.

Alles Aufgaben, denen ich in meinem Leben anscheinend mehr Wichtigkeit zuschreibe, als dem Moment, in dem ich mich befinde. Der Augenblick, den ich nicht 100 Prozent genießen kann, weil meine Gedanken ganz woanders sind. Mir passiert das ziemlich oft und darum musste ich das heut etwas genauer durchdenken …

Runter gebrochen kann ich nichts an der aktuellen Situation ändern, für die ich mich bewusst entschieden habe, als ich mir auch schon über die Konsequenten der Produktivitätseinbußen bewusst war. Nennen wir das Problemkind beim Namen, es heißt Perfektionismus. Mein kleiner Perfektionismus ist echt anstrengend und bringt mich fast jeden Tag dazu ans Limit zu gehen. Mein selbst initiierter Leistungsdruck ist so hoch, dass ich täglich Grenzen überschreiten will und muss, damit es mir „gut“ geht. Das bezieht sich auf meine geistigen sowie meine körperlichen Anstrengungen. Was passiert an Tagen, an denen man nicht so kann, wie man will, weil man entweder verreist, krank ist oder sich Freizeiterlebnisse gönnt?

Man bekommt tatsächlich ein schlechtes Gewissen!

Unfassbar und dabei ist weniger oft viel mehr. Eigentlich kommt es nie darauf an, wie viel Zeit du in deine Arbeit steckst, sondern immer darauf, wie qualitativ du die Zeit nutzt, um produktiven Content zu erzeugen. Ganz egal ob du das auf deine Arbeit, den Sport oder deine Beziehungen zu anderen Menschen projizierst … der Satz trifft immer zu.

Wenn du am Tag nur eine Stunde Zeit für deine Arbeit hast, diese aber geordnet und strukturiert nutzt, wird es sich trotzdem rentieren.
Wenn du  so viel zu tun hast, dass du es mal nicht ins Fitnessstudio schaffst, dann benutzte deinen eigenen Körper, mach Crunches oder Liegestütze daheim und nimm die Treppe statt den Aufzug. Egal was du bei einem zu vollen Tagesablauf zu tun hast, sieh der Wahrheit ins Gesicht und mach dir bewusst: „Zum Sport schaffe ich es heute nicht, dafür nutzte ich alle Bewegungsmöglichkeiten, die mir mein Alltag heute bietet“.
Wenn du versuchst, deine Großeltern möglichst oft zu besuchen, ohne wirklich Zeit für sie zu haben, macht dir das nur Stress und keinen glücklich. Für Menschen, die einem etwas bedeuten, muss man sich Zeit nehmen, für Sie da sein und eben nicht nur körperlich. Auch hier gilt, dann lieber seltener Treffen, dafür die Treffen aber mit emotionaler Anwesenheit belohnen.

Trauer nie Dingen hinterher die du situationsbedingt nicht ändern und darum auch nicht realisieren kannst. Sieh das positive in dem „Wenigen“ und setzt dich damit auseinander, ob es tatsächlich wenig ist oder ob du die Ansprüche an dich selbst viel zu hochschraubst.

  • Kommen wir zum zweiten Teil meiner Überschrift

Etwas ist besser als Nichts.

Das soll euch beruhigen! Wie meint sie das jetzt?

Ganz einfach, ich habe jetzt drei Tage – jeweils fünf Stunden mitten am Tag im Auto gesessen. In der Zeit als Beifahrer kann man extrem viel in seinen Laptop tippen, Telefonieren und seinen Terminplaner strukturieren. Mir fehlt lediglich körperliche Bewegung und Interaktion mit meinen Kollegen. Kein Problem, denn kurzer Verzicht steigert das Gefühl von Vorfreude auf alles, was kommt. Mein Tipp: erstellt euch temporäre Prioritäten, geht in erster Linie immer danach was euch gut tut und worauf ihr Lust habt. Wenn dann dafür die Wohnung eben erst ein Wochenende später geputzt wird, kein Stress ihr könnt ja wenigstens schon mal den Müll raus bringen. Das Wichtigste ist ihr macht immer so viel wie euch gut tut, nur niemals nichts 😉